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Was sind Gehhilfen?

Gehhilfen stabilisieren Stand und Gang und entlasten die untere Extremität bei gleichzeitiger Mehrbelastung der oberen Extremität oder des Rumpfes. Es gibt sie als Rollatoren, Gehgestelle oder Krücken. Je nach Schwere der Gehbehinderung werden Gehhilfen von der gesetzlichen Krankenkasse als Hilfsmittel anerkannt.

Rollatoren

Ein Rollator unterstützt Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Schmerzen oder Unsicherheiten beim Gehen. Die stabile Gehhilfe ist mit vier Rädern und einer Stützstange, häufig auch einem Korb mit Platz für Einkäufe, Taschen oder ähnliche Utensilien, ausgestattet. Als hilfreiche Stütze im Alltag können Rollatoren sowohl in der eigenen Wohnung als auch außer Haus genutzt werden, ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.

Ein Rollator hilft gehbehinderten oder körperlich eingeschränkten Nutzern nicht nur bei der Fortbewegung, sondern bietet zugleich Sicherheit und maximale Stabilität, indem er im Durchschnitt Belastungen bis 130 kg standhalten kann. Gleichzeitig sind Rollatoren leicht und können je nach Modell zusammengeklappt und transportiert werden, z. B. in Bus, Bahn oder im Auto. Rollatoren sind in zahlreichen Ausführungen von diversen Herstellern erhältlich.

Gehbock/Gehgestell

Ein Gehbock oder Gehgestell sieht einem Rollator sehr ähnlich, besitzt statt der Räder jedoch vier Gummistopper, als Gehwagen hingegen zwei Rollen und zwei Gummistopper. Weil er nicht wegrollen oder rutschen kann, ist der Gehbock besonders stabil. Die Fortbewegung erfolgt über das Vorwärtsschieben, wobei die Gummistopper den Gehbock bremsen. Alternativ kann er leicht angehoben und ein kleines Stück nach vorne gesetzt werden.

Weil die Fortbewegung mit einem Gehgestell mühsam ist, ist seine Nutzung hauptsächlich für sehr kleine Strecken gedacht. So wird er häufig in Krankenhäusern eingesetzt, wenn beispielsweise Patienten nach einer Operation oder langen Liegezeit aufstehen und erste Schritte machen dürfen.

Krücken

Krücken sind eine geläufige Gehhilfe, bei der sich Nutzer mit dem Unterarm abstützen können. Sie bestehen aus einem Stützrohr mit Handgriff sowie speziellen, rutschfesten Puffern für eine optimale Bodenhaftung und können nach Bedarf mit einer Manschette ausgestattet werden. Krücken kommen zum Einsatz, wenn bei der Fortbewegung Bänder, Muskeln, Gelenke oder Sehnen geschont werden sollen oder die Beine nicht belastet werden dürfen.

Krücken können sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt werden. Manche Betroffene sind dauerhaft auf die Gehhilfe angewiesen, andere benötigen sie für eine kurze Zeit, z. B. nach einer Operation oder einer Verletzung. Die auch Unterarmstütze oder Einarmstütze genannte Gehhilfe gibt Betroffenen Selbstständigkeit zurück und erleichtert die Bewältigung des Alltags.


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